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Aktuelle Beiträge

  • 14.05.2012 | „Bitte nehmen Sie es nicht persönlich!“

    „Wir müssen Ihnen leider eine Absage erteilen - bitte nehmen Sie es nicht persönlich“, „Wir haben uns für einen Mitbewerber entschieden - bitte nehmen Sie es nicht persönlich - dieser verfügt einfach über mehr Erfahrung“ - typische Sätze wie diese aus Bewerbungssituationen kennen wir alle aus ganz unterschiedlichen Kontexten, seien es nun berufliche oder private. Dass unser Gesprächspartner Ablehnung jeglicher Form persönlich nehmen könnte, scheint uns ein Graus. Warum eigentlich?

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  • 04.05.2012 | „Du bist schuld!“

    „Meine Kollegin ist so langsam, also verzögert sich die Abgabe der Präsentation“, „mein Chef hat immer schlechte Laune, deswegen bin ich so unmotiviert“, „meine Teamkollegen sind immer so unfreundlich - die treiben mich regelrecht in die Arme von Headhuntern“. Schon klar! Schuld haben grundsätzlich die anderen!

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  • 23.04.2012 | Über die inflationäre Verwendung der Worte „Burnout“ und „Mobbing“

    Jetzt also wieder „Mobbing“ - das war mein erster Gedanke beim Anblick des Titels der Zeitschrift Der Spiegel vom 16. April 2012. Und im Grunde war es ja auch nur eine Frage der Zeit, bis dieses Thema es wieder auf eine Titelseite schafft. Verwundert war ich nicht, eher bestätigt, hatte ich es doch erwartet.

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Magazin SCHUPPENER KOMMUNIKATION
 

11.01.2011

Das rechte Maß

Es ist legitim, beständig mehr zu wollen. Das ist ein generell akzeptierter Grundsatz unserer Gesellschaft. Fraglich sind allein die moralischen Grenzen dieses Bestrebens.

Es schreibt für Sie: Julia Kreuteler

Herzlich willkommen im Alltag des neuen Jahrs! Der werktätige Teil der Bevölkerung sitzt wieder an den Schreibtischen, der schulpflichtige in frisch ausgelüfteten Klassenzimmern. Die Weihnachtsdekoration ist zurück in die Kartons gepackt und manch einer mag die frühlingshaften Temperaturen des letzten Wochenendes bereits zum Angrillen genutzt haben. Kurz: Es ist Zeit für den Aufbruch, Zeit für etwas Neues.

Was dürfen wir von 2011 erwarten?

Auf diese Frage mögen einige erfreuliche Antworten in den Horoskopen der Yellow Press gefunden haben. Andere analysieren noch die Kennzahlen des vergangenen Jahrs, werten aber den Exportzuwachs von circa 16 Prozent schon mal als verlässliches Zeichen, dass alles wieder in Ordnung ist. So lang nur etwas wächst, geht es uns gut. Das Weihnachtsgeschäft hat 2010 wieder tüchtig zugelegt, und bemerkenswerterweise wurde zwischen den Jahren so wenig umgetauscht wie selten zuvor. Sollten wir womöglich einmal zufrieden sein und gar nicht mehr mehr wollen?

Wachstum bleibt der Antrieb

Mehr zu wollen, Expansion und Wachstum sind der Grundmotor unserer Gesellschaft. Den wirtschaftlichen Abschwung der letzten Jahre würden wir doch niemals ernsthaft so interpretieren, dass das Wachstum vielleicht an seine Grenzen gekommen sein könnte. Einzelnen musste in ihrer unverhältnismäßigen Maßlosigkeit und Gier natürlich Einhalt geboten werden - besonders in der Krise, als sehr viele andere sehr viel verloren haben. Die Grundidee jedoch, dass das Wohlergehen unserer Gesellschaft von der Expansion unserer Wirtschaft abhängig ist, wurde dadurch nicht erschüttert.

Wie immer eine Frage der Qualität

Wo beginnt nun aber die schädliche Gier, wenn das "Immer mehr" als Tugend zählt? Beim Zweitwohnsitz in St. Moritz? Der schwarz arbeitenden Haushaltshilfe? Oder bei der für die deutsche Landwirtschaft ruinös unterbewerteten 49-Cent-Milch aus dem Supermarkt? Wann lässt sich Wohlstand als verdient akzeptieren, wann zumindest noch mit einem Lächeln abtun und wann wird er abstoßend?

Ein Teil der Antwort ist im Ursprung der Mittel zu finden: Wurden sie hart erarbeitet, gelten sie als verdient. Weiteren Aufschluss gibt die Art der Verwendung: Fließt in vergleichbarem Maß zurück, was dem globalen Geld- und Warenfluss entnommen wurde, ist der Verdienst überdies konjunkturell wertvoll. Doch ist es erst die moralische Gesinnung, die - ganz unabhängig vom Volumen - den Hungrigen vom Nimmersatt und den Erfolgreichen vom Prahlhans unterscheidet. Entscheidendes Korrektiv für die Abgrenzung von gesundem Streben zu schädlicher Gier ist die Kardinaltugend des Maßhaltens.

"Honig essen ist gesund, zuviel macht speien." (Sprichwort)

Mehr zu wollen, ist erlaubt! Wenn Sie sich nun selbst etwas gönnen möchten, schlagen wir Ihnen die neue Abo-Funktion dieser Magazin-Seite vor. Das wäre nicht maßlos, sondern einfach bequem. Tragen Sie sich ein und erhalten Sie künftig frei Haus Nachricht, sobald hier etwas Neues erscheint. Ein erfolgreiches neues Jahr Ihnen allen!

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